Die Konsequenz heisst Rosenkranz

Das war völlig klar, dass die FPÖ jemanden wie die Rosenkranz für die Wahl zur Bundespräsidentin aufstellen wird. Es ist die konsequente Weiterführung rechtsradikalen Zündelns. Die Konsequenz nach Graf heisst Rosenkranz.

Was macht die Rosenkranz als erstes? Sie äussert sich zum Verbotsgesetz. Dabei wird das Wort Freiheit strapaziert. Na freilich, unter Freiheit versteht man natürlich zu aller erst, dass man ein Mörderregime in dem Freiheit nichts zählte, toll finden darf. Das ist ungemein wichtig, dass man so was darf, andere Probleme hat die Rosenkranz offensichtlich nicht.

Schulbildung hat die Rosenkranz auch, interessanterweise. Gefragt, ob sie selbst bezweifle, dass es in NS-Konzentrationslagern Gaskammern gegeben hat, sagt sie:“Ich habe das Wissen, dass ein Österreicher, der zwischen 1964 und 1976 in österreichischen Schulen war – das ist also mein Wissen von der Geschichte und daran habe ich überhaupt keine Änderung vorzunehmen.“ (Standard)

Gut man weiss also jetzt, wofür die Rosenkranz steht, da gibt es wohl keine Zweifel. Diese Bundespräsidentenwahl wird vor allem eines zeigen: Wer ist in diesem Land rechtsradikal, wer würde das Naziregime gerne straffrei toll finden dürfen.

Wie soll man mit solchen Leuten, mit solchen Tatsachen, dass es solche Leute gibt umgehen? Ich weiss es nicht. Ich bin ratlos. Es ist unverständlich. Es ist unlogisch. Es ist geisteskrank. Aber es ist reell. Die Rosenkränze und Grafs gab es ja schon immer und die haben auch immer ihre Sympathisanten gehabt. Man sagt 30% der Bevölkerung tendiert eben einmal zum rechtsradikalen Gedankengut in Österreich. Diese Wahl wird es zeigen, wer Rosenkranz wählt, befindet sich weit, weit rechts und hat meiner Meinung nach nichts in einer Demokratie verloren. Denn, für die Freiheit einzutreten eine wahnsinnige Mörderdiktatur toll zu finden und dafür mit demokratischen Grundrechten zu argumentieren, ist ja wohl mehr als krank, oder?

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4 Antworten to “Die Konsequenz heisst Rosenkranz”

  1. oas Says:

    Mein Grossonkel – der im Krieg gegen die Deutschen kämpfte – pflegte, wenn in irgendeinem Heurigen diverse Kriegsromantiker von Stalingrad schwärmten, sich an den Tisch so einer „Kameradschaft” zu stellen und laut, für alle im Lokal vernehmlich zu schreien:
    „Vaterlandsverräter! Ihr habt Euer Vaterland, Österreich, verraten! Pfui Teufel!”
    Erstaunlich: Das wirkte! An solchen Tischen wurde dann nur mehr gemurmelt, jedenfalls, von dort kam kein lautes Wort mehr.
    Ich hab das auch ausprobiert, ist schon einige Zeit her, ich war in der Nähe von Linz in einem grösseren Lokal, wo über diverse Heldentaten – so unter 60..80jährigen geschwärmt wurde und dem Rest des Lokales unüberhörbar mitgeteilt wurde, dass die vor Madagaskar die Pest an Bord usw. Ich war verblüfft: Die hielten einfach die Schnauze! Tatsächlich, kein Wort mehr!
    Denn das ist die Tragik hier in Österreich: Wo leben wir denn eigentlich?! Die meisten Österreicher, die von Deutschland nicht viel hielten, wurden nach der Affen-Römer-Bananengleichung abgestraft: Du bist gegen Deutschland, die Russen sind gegen Deutschland (das mit den Russen liess sich hervorragend „demokratisch” verkaufen, wer gegen die anderen Alliierten war, geriet schnell in den Verdacht, undemokratisch zu sein), also: Du bist ein Russenfreund.

    Der Deutschnationalismus war das allergrösste Übel in Österreich, schon beginnend, mit der (deutsch-)österreichichen Sozialdemokratie im Reichsrat gegen die tschechische Sozialdemokratie aufzutreten… Und schon Kewell bemerkt in seinem Tagebuch 1848, dass zu den ersten demokratischen Regungen des dazumals grossteils deutschnational gestimmten Pöbels ein Pogrom – ganz demokratisch – gehörte. Hat sich also nicht viel geändert…
    oas

  2. oren1 Says:

    Danke! Ein sehr guter Beitrag! Vollkommen richtig, der Deutschnationalismus war die Wurzel allen Übels.

    Ich kann mich auch noch an alte Nazis erinnern, wie sie so ca zwischen 50 und 60 waren. Die haben, wenn sie sich begrüßt haben, die Hacken zusammengeschlagen und die Rechte zum Gruss erhoben, dabei aber dumm grinsend nach links und rechts geschaut. Wie Schüler die wissen, dass sie einen Blödsinn machen und irgendwie nach Beifall heischen. Feig waren diese Drecksfiguren immer. Vor dem Krieg, im Krieg und nach dem Krieg.

  3. aron2201sperber Says:

    Nazis, Islamisten etc. fordern ihre uneingeschränkten Grundrechte auf meinungsfreiheit bzw. religionsfreiheit ein, würden aber wenn sie in der Lage wären, ihre staatsform zu etablieren, diese Grundrechte in keiner weise gewähren.

    in islamischen Regimen kann von Religionsfreiheit keine rede zu sein – und wie die Nazis mit den Grundrechten umgingen, wissen wir alle.

    niemand verbietet den Muslimen im demokratischen Europa ihre Religion auszuüben – und Rechte können mit ihrer Forderung nach strengeren Zuwanderungsregeln Wahlerfolge feiern

    doch die von den demokratischen Verfassungsstaaten gewährten Grundrechte müssen dort ihre Grenzen haben, wo die Grundrechte dazu mißbraucht werden die Grundprinzipien der Verfassung abzuschaffen

  4. Austrias Next “First Lady”? « Aron Sperber's Weblog Says:

    […] Ehefrau Barbara Rosenkranz kandidiert mit freundlicher Unterstützung der Kronen Zeitung für das höchste Amt der […]

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