Archive for März 2010

Gestern bei Stermann und Grissemann

März 19, 2010

Gestern haben Stermann und Grissemann wirklich grausige Witze über die Kinder von der Rosenkranz gemacht. Sie haben sich über ihre germanischen Namen lustig gemacht und Babyfotos mit Hitlerscheitel und -bart gezeigt. Mir ist irgendwie das Lachen gefroren. Man ist nicht so, es verursacht ein ungutes Gefühl.

Heute hat meine Mutter, sie ist achzig, zum ersten Mal in ihrem Leben eine politische Äusserung getan. Ohne Ankündigung, ohne Vorzeichen, ohne wirklichen Anlass, hat sie gemeint, dass es wieder immer mehr Nazis gibt und dass es unglaublich wäre, dass diese Leute nicht gescheiter werden. Dann hat sie gesagt, dass man denen ihre Angehörigen auch einmal vergasen sollte, damit sie sehen wie das ist. Vielleicht würden sie dann verstehen, was für Verbrecher das waren.

Mir blieb der Mund offen und die Luft weg. Immerhin war das die erste politische Meldung, die ich seit fünfzig Jahren von meiner Mutter gehört hab, eine Frau, die in der Volksschule diskriminiert wurde, und die wie so Viele, Verwandte verloren hat in den Todeslagern. Sie hat sich immer engagiert, sich immer zurückgehalten, viel zu oft nichts gesagt, war für mich viel zu opportunistisch freundlich. Dieser Satz heute hat sie rehabilitiert, ja, er war überzogen, aber er macht deutlich wie es Überlebenden geht, wenn sie Leute wie Rosenkranz und Konsorten hören. Wie diese Unverbesserlichen in unheilbaren Wunden stochern, blöd, impertinent, ignorant, arrogant. Sich aber bei jeder Gelegenheit larmoyant aufregen, wie sie verfolgt werden, wie ihre Meinung beschnitten wird, dass es eine Kampagne gegen sie gibt und so weiter und so fort.

Der kurze Auszucker meiner Mutter heute hat mir die Augen geöffnet, man muss auf Leute wie Rosenkranz keine Rücksicht nehmen, man muss kein ungutes Gefühl haben, wenn Witze wie bei Stermann und Grissmann, gemacht werden. Was die täglich den Überlebenden und ihren Kindern antun ist um ein Vielfaches grausiger als Witze über die verblödeten germanischen Namen.

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Neu beim Lindwurm!!

März 19, 2010

Ein weiterer Grund für die völlig verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit durch einen großen Teil der Europäer könnte darin zu suchen sein, dass man angesichts der Milliarden an Steuergeldern, die die EU und die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten Jahr für Jahr an die Palästinenser überweisen, sich nicht eingestehen mag, dass man einfach nur Schutzgeld bezahlt. Seit die Milliarden fließen, ist der palästinensische Terrorismus auf europäischem Boden fast auf Null gesunken. Das ist natürlich eine Politik, die jedem Menschen mit halbwegs intaktem moralischem Empfinden die Schamesröte ins Gesicht treiben muss, und genau deswegen, um nämlich nicht vor Scham im Boden zu versinken, imaginiert man sich Israel und damit auch “die Juden” als böse und gefährlich und die Araber als missverstandene arme Opfer.

Hier weiter lesen: http://lindwurm.wordpress.com/2010/03/18/israel-usa-und-europa/

Broder at his best….

März 18, 2010

So wie die Juden, die sich tatsächlich lange geduckt und Schläge hingenommen haben, aus Angst die Schläger könnten böse werden. Die Juden (von Abi, Hajo, Evelyn, Iris, Hedy e.a. abgesehen) wissen inzwischen, dass Wohlverhalten keine Überlebensgarantie ist, im Gegenteil, dass es Aggressionen provoziert. Nur die katholische Kirche hat es noch nicht begriffen. Bzw. begriffen hat sie es schon, nur ist die dermaßen damit beschäftigt, Empfängnisverhütung zu verhindern, den Zölibat zu verteidigen und Pädophile von einem Ort zum anderen zu versetzen, dass sie gar nicht dazu kommt, sich um Wichtigeres zu kümmern.

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/pax_christi/

Der Nahost-Friedens-Schwindel

März 15, 2010

Und so befinden wir uns jetzt in diesem fantastischen Jahr 2010 – nach dem hebräischen Kalender 5770 und 1431 nach dem muslimischen Kalender. In ein paar Monaten wird es 43 Jahre her sein, dass Jerusalem befreit wurde. Seit die Juden in die Altstadt zurückkehrten, nachdem die von muslimischen Soldaten ethnisch gesäubert wurde. Und jetzt ist die Hurva-Synagoge, zweimal von Muslimen zerstört, komplett wieder restauriert worden. 1948 vertrieb das jordanische Oberkommando die Juden aus Ostjerusalem und zerstörten die Hurva-Synagoge; sie schworen, dass die Juden niemals wiederkommen würden. Und heute, im Jahr 2010, kommt der Vizepräsident der Vereinigten Staaten mit dem Auftrag, das Werk fortzuführen. Das der Sprenger und Bomber und Vertreiber……….

Weiter lesen bei Heplev

Israel, also wirklich!!

März 11, 2010

Unglaublich, was sich dieses Israel wieder einmal erlaubt, es baut doch glatt in seiner eigenen Hauptstadt Wohnungen. Nein, es genehmigt den Bau von Wohnungen. Die Welt ist entsetzt. Wo doch jetzt der amerikanische Beauftragte für Nahost, Biden, dort ist, ein Affront, aber wirklich. Die Kommentatoren in der Presse überschlagen sich, und die Poster geben noch eins drauf, alle sind wieder einmal schockiert, was sich diese Israelis alles erlauben. Hier ein Beispiel, ein Poster vergleicht Jerusalem schnell einmal mit Warschau, ist ja auch irgendwie naheliegend, klingt ja fast gleich oder?

Dass die Westbank und Ostjerusalem zuvor von Jordanien besetzt war, ist wurscht. Dass die Juden während dieser Besetzung nicht zu ihren heiligen Stätten wie der Klagemauer konnten ist wurscht. Dass Heckenschützen in den Strassen der Altstadt Jagd auf Juden machten ist auch wurscht. Dass das drittgrösste Heiligtum des Islam (warum eigentlich??) nun frei für Moslems begehbar ist, ist nicht der Rede wert. Dass es in Ostjerusalem weder Hunger, noch Seuchen, noch eine terrorisierende Besatzungsmacht gibt, egal. Hauptsache dieser Schwachkopf wichst seinen Kommentar in die Foren, man gönnt sich ja sonst nichts und, Israelkritik kommt ja immer gut, ist irgenwie intellektuell nicht?

Sehen sie auch hier:http://spiritofentebbe.wordpress.com/2010/03/11/unbotmasige-juden/

Samir Kuntar

März 10, 2010

Am 22. April 1979 fuhr eine Gruppe von vier Männern vom Libanon mit einem motorisierten Schlauchboot nach Israel, einer von ihnen war ein Druse namens Samir Kuntar. Sie waren Mitglieder der Palästinensischen Befreiungsfront. Sie steuerten Naharija an, einen kleinen Ort zwischen Akko und der Grenze zum Libanon. Gegen Mitternacht gingen sie an Land und töteten gleich einmal einen Polizisten, der dort zufällig auftauchte.
In Naharija teilten sie sich in zwei Gruppen. Kuntar ging in das Haus der Familie Haran. Die Familie war zu Hause, der Vater Danny, die Mutter Smadar und ihre zwei kleinen Töchter Einat, vier und Yael, zwei. Mutter Smadar gelang es, sich mit Yael zu verstecken. Weil sie Angst hatte, dass Yael weinen könnte, hielt sie ihr mit der Hand den Mund zu.
Samir Kuntar nahm den Vater und die andere Tochter, Einat, als Geiseln und zwang sie mit an den Strand zu gehen. Dort schoss er dem Vater vor den Augen seiner vierjährigen Tochten in den Kopf und hielt ihn zusätzlich lange unter Wasser, weil er sicher gehen wollte, dass er auch tot war. Dan schlug er mit Steinen, die dort am Strand lagen, und anschließend mit seinem Gewehrkolben Einat den Schädel ein. Und in der Wohnung hatte die Mutter in ihrer Angst ihre eigene Tochter Yael erstickt……

Von den vier Terroristen wurden zwei gschnappt. Samir Kuntar bekam mehrmals lebenslänglich. Im Gefängnis lernte er Englisch und Hebräisch, studierte und verfasste eine Doktorarbeit. Soviel ich weiss wurden beide Häftlinge mittlerweile bei einem Gefangnenaustausch befreit und werden im Libanon als Helden gefeiert. Beim Austausch des anderen Häftlings wurden 1150 Araber gegen drei Juden ausgetauscht.

Mit solchen Leuten und mit denen, die sie zu Helden machen hat man zu tun, wenn es um Friedensgespräche geht. Die lächerliche Entrüstung über die Bewilligung von neuen Wohnungen in Ostjerusalem erweckt in Wirklichkeit Übelkeit. Es stimmt schon, diese Geschichte passierte 1979, das ist lange her, aber Samir Kuntar und sein Mörderkupane werden auch heute noch als Helden gefeiert und nicht als feige Mörder geächtet. Die Realität ist, dass es keinen Frieden geben wird, so lange Israel existiert. Die Araber werden keine Ruhe geben bis sie den letzten Juden ins Meer getrieben haben, Verhandlungen hin oder her.

Islamkritik

März 8, 2010

Eine hochinteressante Diskussionssendung, die wenn man sie sich anschauen würde zeigt, wie dumm Strache und seine Partei sind auf der einen Seite und wie dringend eine Debatte über den Islam notwendig wäre aber eben mit Hirn und Wissen und nicht mit drei Bieren in der Birne und mit Dummheit und Rassismus im Herzen.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/990304/nachtstudio-vom-7.-Maerz-2010

Für die Rosenkranz

März 6, 2010

Die Krone kneift

März 5, 2010

Hans Dichand, der am Montag noch dazu aufgerufen hat, Rosenkranz zu wählen, fordert in der Samstag-Ausgabe von der FPÖ-Kandidatin, dass sie sich „von allen nationalsozialistischen Gedanken eidesstattlich distanziert“.

Der Hundestreichler, der oft glaubt er sei Cato, dessen Blatt, Kolumnisten und Antisemiten wie Richard „Pimperlrichter/Staberl“ Nimmerrichter, und dem Hauspoeten und berufenen Germanen von Wotans Gnaden Wolf Martin, schmiererische Heimat ist und war, hat offensichtlich kalte Füsse bekommen. Offensichtlich hat er bemerkt welche Geister da noch immer schlummern…..wehe wenn man sie weckt, wehe, wenn sie sich wieder trauen. Sogar Greise die sich schon jenseits von Gut und Böse bewegen, wie der Herr Dichand haben noch lichte Momente. Aber es ist schon zu spät. Das von Rechtsextremisten viel strapazierte Volk ist schon erwacht und der Sturm schon losgebrochen, dank dieser Zündler.

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/bundespraesident/2307694/dichand-bekommt-kalte-fuesse.story

Das Forum Politik Windrose

März 5, 2010

Ich bin gerade in diesem Forum gesperrt worden, unter folgendem Vorwand:

Ahrimann, den ich angepatzt haben soll ist ein ganz Netter, wie man an diesen Beiträgen ersehen kann:

Die Verteidiger der Rosenkranz

März 5, 2010

Die Kellernazikollegen ließen nicht lange auf sich warten. Wenn man sich die Kommentare auf dem Blog von Lindwurm durchliest, läuft es einem kalt über den Rücken. Da gibt es offene Drohungen, da wird herunter gemacht, da wird über schwere Erkrankungen gehöhnt, da wird der Autor als tollwütiger Hund bezeichnet (und gleich die Lösung zur Beseitigung mitgeliefert).

Das ist erst die Ouvertüre, solange ist noch nicht bekannt, dass die Germanin kandidiert, da kommt noch einiges auf die österreichische Gesellschaft zu. Die feigen Ratten wittern Morgenluft und kriechen aus ihren braunen Schlupflöchern. Wir werden uns noch wundern, wie viele es sein werden. Jeder Möchtegernhitler, jeder Pseudogoebbels, jeder Pimperlantisemit, jeder, der in seiner Phantasie einmal Blockwart sein möchte, jeder, der wenigstens einmal in seinem beschissenen Leben einen Juden drangsalieren möchte, jeder ungebildete und radikalisierte Loser wird sich jetzt trauen, was sich früher nur der Jörg getraut hat. Jetzt wird sich bewahrheiten, dass Jörg Haider der Ziehvater des Rechtsextremismus ist, posthum sozusagen.

Die Kandidatur der Rosenkranz wird dieses Land radikalisieren wie selten etwas in der zweiten Republik. Zu verdanken haben wir dies einem Jörg Haider und seiner gesamten nachfolgenden Brut. Jeder versteckte, getarnte Braune wird sich jetzt trauen und aus dem Schatten der Parteien in denen er sich bis jetzt versteckt hat, treten. Es wird grauslich werden hier.

Die Konsequenz heisst Rosenkranz

März 3, 2010

Das war völlig klar, dass die FPÖ jemanden wie die Rosenkranz für die Wahl zur Bundespräsidentin aufstellen wird. Es ist die konsequente Weiterführung rechtsradikalen Zündelns. Die Konsequenz nach Graf heisst Rosenkranz.

Was macht die Rosenkranz als erstes? Sie äussert sich zum Verbotsgesetz. Dabei wird das Wort Freiheit strapaziert. Na freilich, unter Freiheit versteht man natürlich zu aller erst, dass man ein Mörderregime in dem Freiheit nichts zählte, toll finden darf. Das ist ungemein wichtig, dass man so was darf, andere Probleme hat die Rosenkranz offensichtlich nicht.

Schulbildung hat die Rosenkranz auch, interessanterweise. Gefragt, ob sie selbst bezweifle, dass es in NS-Konzentrationslagern Gaskammern gegeben hat, sagt sie:“Ich habe das Wissen, dass ein Österreicher, der zwischen 1964 und 1976 in österreichischen Schulen war – das ist also mein Wissen von der Geschichte und daran habe ich überhaupt keine Änderung vorzunehmen.“ (Standard)

Gut man weiss also jetzt, wofür die Rosenkranz steht, da gibt es wohl keine Zweifel. Diese Bundespräsidentenwahl wird vor allem eines zeigen: Wer ist in diesem Land rechtsradikal, wer würde das Naziregime gerne straffrei toll finden dürfen.

Wie soll man mit solchen Leuten, mit solchen Tatsachen, dass es solche Leute gibt umgehen? Ich weiss es nicht. Ich bin ratlos. Es ist unverständlich. Es ist unlogisch. Es ist geisteskrank. Aber es ist reell. Die Rosenkränze und Grafs gab es ja schon immer und die haben auch immer ihre Sympathisanten gehabt. Man sagt 30% der Bevölkerung tendiert eben einmal zum rechtsradikalen Gedankengut in Österreich. Diese Wahl wird es zeigen, wer Rosenkranz wählt, befindet sich weit, weit rechts und hat meiner Meinung nach nichts in einer Demokratie verloren. Denn, für die Freiheit einzutreten eine wahnsinnige Mörderdiktatur toll zu finden und dafür mit demokratischen Grundrechten zu argumentieren, ist ja wohl mehr als krank, oder?


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