Fekter sieht gegenseitige Provokationen

Irgendwann in einer Stellungnahme zur Naziprovokation im KZ Mauthausen, meint die Innenministerin Fekter, es wären gegenseitige Provokationen im Vormarsch.

Ha?

Was heisst das? Vielleicht, dass die Gedenkenden, unter ihnen Überlebende, die Nazis durch ihr Gedenken provozieren? Sind wir schon so weit? Wenn Jugendliche, angeblich waren es ja Jugendliche, in einem KZ bei einer Gedenkfeier Heil Hitler schreien, also gefühlsmässig offensichtlich vollkommen kaputt sind, sollte man sich fragen aus welchem  Umfeld die kommen. Oder aus welchem Land, beziehungsweise, was ist das für ein Land wo die herkommen. Ein Land, in dem man am 8. Mai Trauerfeiern abhält, anstatt zu feiern, dass man vom Faschismus befreit wurde. Ein Land in dem Nazis mehr oder weniger heimlich als Retter des Abendlandes stilisiert werden. Wo ein Haider, irgendwelchen alten SSlern versicherte, dass sie Charakter hätten. Ein Land in dem es nie eine Aufarbeitung gab, immer nur vertuscht wurde und arisiertes Diebsgut nicht oder nur ungern zurückgegeben wurde und wird. 

Gegenseitige Provokation also. Man kann sich das vorstellen, da sitzt jemand schwerst betrunken am Stammtisch und resoniert über die Juden, dass sie keine Ruhe geben können, dass sie uns einfach immer unter die Nase reiben müssen, was passiert ist, die wollen eh nur Geld rauspressen, die wollen uns eh nur erpressen. Krieg ist Krieg, da passieren halt so Sachen, ausserdem und so weiter. Die sollen vor der eigenen Türe kehren, ewig diese Provokationen, immer wieder das Alte aufköcheln, da kann einem schon die Geduld reissen. All diesen Schwachsinn kann man nicht nur von besoffenen Idioten an den Stammtischen hören, sondern in den Foren der verschiedenen Zeitungen lesen, geschrieben wahrscheinlich sogar von Nüchternen.

Dieses Land ist psychisch gestört. Was man jetzt sieht, diese Ausritte von jugendlichen Trotteln, sind Spätfolgen von unfassbaren begangenen Verbrechen. Jeder Schwerverbrecher hat ein Anrecht auf eine Therapie, eine solche Therapie würde flächendeckend für ganz Österreich dringend notwendig sein. Wenn schon eine weit danach geborene Innenministerin so kaputt im Kopf ist, von gegenseitigen Provokationen zu sprechen, wenn vollkommen gefühllose Irre KZ-Überlebende anpöbeln, dann steht es mit der Psyche dieses Landes nicht zum Besten.

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