Abendland in Christenhand

Man sollte ja, wenn man mit dem Auto unterwegs ist auf den Verkehr achten, doch hin und wieder springt einem geradezu etwas an, wie mich z. B. das Eu-Wahlplakat der FPÖ. Darauf zu erkennen, die beiden überaus sympathischen Herren Mölzer und Strache.  Dem extrem deutschnazionalen Mölzer kann man ja eine gewisse Intelligenz nicht absprechen, bei das Strache erübrigt sich wohl jedweder Kommentar. Ausser diesen beiden sympathischen Köpfen ist auch der Spruch: Abendland in Christenhand zu lesen. Ich meine, abgesehen davon, dass das ganze ein bisschen oberflächlich, plakativ (no na) rüberkommt, immerhin haben die Christen ja ziemlich von allen abgschaut und dank ihrer völligen Charakterlosigkeit haben sie, Gott sei Dank, auch gute Sachen übernommen, immerhin wurde das Abendland, auch oberflächlich betrachtet von Homer und dem alten Testament geprägt….wie auch immer, besser in Christenhand als in islamischer Hand. Ohne islamophob zu wirken, wenn in Grossbritannien ein Bischof findet, dass man ruhig auch ein bisschen die Scharia einführen könnte, glaubt man im falschen Film zu sein.

So unrecht haben die beiden Fpö-Unsympathler nicht. Was ärgerlich ist, ist, dass dieses nicht unwichtiger Thema wieder einmal von den seriösen Parteien totgeschwiegen wird, und von dem Bodensatz der Politik aufgegriffen wird. Viele Leute sind der Meinung, dass der Islam für die westlich Welt eine Bedrohung ist, nicht zu unrecht, warum überlässt man also dieses Thema blödgesoffenen Burschenschaftern in lächerlichem Wichs und Schnitzern im Gesicht, dass es der Sau graust?? Warum muss dieses Thema von rechtsextremen Pseudo-, Neo-, oder Sonstwasnazis behandelt werden? Es ist ein ernstes Thema und man könnte von SPÖ und ÖVP verlangen, dass sie sich seriös damit auseinander setzen und somit nicht den FPÖ-Pausenclowns die Angstmache überlassen, oder?

Aber nichts, nada.

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Eine Antwort to “Abendland in Christenhand”

  1. fluchtachterl Says:

    Das Christentum der Charakterlosigkeit zu zeihen ist zwar ein abgeschmackter provokativer Einmaleffekt, ist aber für eine gedankliche Auseinandersetzung mit dem Abendland und seinen Fundamenten, von denen eines das Christentum ist, nicht zu gebrauchen. Immerhin kennt das Christentum „gebt des Kaisers, was des Kaisers ist“, somit die Trennung von Religion und staatlicher Macht. Weiters haben die christlichen Kirchen kaum mehr Einfluß auf die Gesellschaft und die Politik. Auch wurde hier vernachlässigt, daß die Aufklärung das Abendland prägte.

    Ob bloßes Herabdreschen auf das sogenannte „dritte Lager“ besonders hilfreich für eine genauere Betrachtung dieses Phänomens ist, daran darf gezweifelt werden. Daß manche Themen von Rechtspopulisten nicht ganz zu unrecht aufgegriffen werden, in diesem Falle kann ich zustimmen.

    Rechtspopulisten und Linke waren stets antiklerikal ausgerichtet. Die Schnittmengen beider sind offensichtlich und werden stets größer.

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